NeuroNation Check-Up LogoNeuroNation Check Up

Gedächtnistest online: Wie fit ist Ihr Gehirn?

Im App Store herunterladen Bei Google Play herunterladen
Icon of a brain in a karate outfit smashing bricks

„Wie heißt doch gleich dieser Schauspieler?“ Sie haben sein Gesicht deutlich vor Augen und wissen sogar, in welchem Film er mitgespielt hat – nur der Name will Ihnen nicht einfallen.

Solche kleinen Gedächtnislücken sind weit verbreitet. In den meisten Fällen haben sie harmlose Ursachen, etwa viele Dinge im Kopf, Stress oder zu wenig Schlaf. So ist gut belegt, dass Schlafmangel die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigt, insbesondere die Aufmerksamkeit [1].

Dennoch stellen sich viele Menschen irgendwann die Frage: Wie leistungsfähig ist mein Gehirn eigentlich – und lässt sich das verlässlich mit dem Smartphone messen? Genau dieser Frage geht die NeuroNation Check-Up Studie nach. Wir laden Sie herzlich ein, die Forschung dabei zu unterstützen.

Das Wichtigste in Kürze

Im App Store herunterladen Bei Google Play herunterladen

Vergesslichkeit: Was ist normal?

Das Gehirn verändert sich ein Leben lang, und einige dieser Veränderungen gehören zum normalen Älterwerden. Mit den Jahren verarbeitet das Gehirn neue Informationen etwas langsamer, während Wortschatz und Allgemeinwissen in der Regel stabil bleiben [3]. Kennzeichnend für harmlose Vergesslichkeit ist, dass die Information später wieder verfügbar ist – etwa wenn Ihnen ein entfallener Name beim Abwasch plötzlich wieder einfällt [4].

👀Wann ist eine genauere Abklärung sinnvoll?

Wenn sich Gedächtnisprobleme häufen oder den Alltag spürbar erschweren, empfiehlt sich eine ärztliche Abklärung. Die Alzheimer’s Association nennt unter anderem die folgenden Warnzeichen [4]:

Warnzeichen für Gedächtnisprobleme bedeuten nicht automatisch eine Demenz. Häufige und behandelbare Ursachen für Gedächtnisprobleme sind beispielsweise Depressionen, Nebenwirkungen von Medikamenten, eine Schilddrüsenunterfunktion oder ein Vitamin-B12-Mangel [5].

Warum ist es sinnvoll, Gedächtnisprobleme früh abklären zu lassen?

Geistiger Abbau verläuft in der Regel schleichend. Bei Demenzerkrankungen vergehen zwischen den ersten Anzeichen und der Diagnose durchschnittlich 3,5 Jahre, bei Menschen unter 65 Jahren sogar rund 4 Jahre [2].

Wer Veränderungen der Gedächtnisleistung frühzeitig bemerkt, kann mögliche Ursachen rechtzeitig ärztlich abklären und behandeln lassen. Große Studien wie FINGER aus Finnland und US POINTER aus den USA zeigen, dass geistiger Abbau nicht ungebremst verlaufen muss [6, 7]. Wer früh aktiv wird – etwa durch Bewegung, eine gesunde Ernährung oder Gehirntraining –, kann länger selbstständig bleiben und den Beginn einer Demenz möglicherweise verzögern [5–7].

Für einen gründlichen Hirnleistungstest ist derzeit meist ein Termin in einer Praxis oder Klinik erforderlich – und diesen vereinbaren viele erst, wenn die Beschwerden deutlich sind. Ein verlässlicher Gedächtnistest für das Smartphone wäre dagegen jederzeit verfügbar, käme ohne Termin aus und hätte eine geringe Hemmschwelle.

Was passiert bei einem Gedächtnistest?

Bei einem Gedächtnistest bearbeiten Sie kurze Aufgaben, die ein wenig an Rätsel oder kleine Spiele erinnern können. In der Fachsprache spricht man von einer kognitiven Testung.

Typische Aufgaben sind zum Beispiel:

Zusammengenommen ergeben die Aufgaben ein Bild davon, wie leistungsfähig Ihr Gehirn insgesamt ist.

Was ist die NeuroNation Check-Up Studie?

Das Universitätsklinikum Jena, die Charité Berlin, die Uniklinik Köln und NeuroNation erproben gemeinsam die NeuroNation Check-Up App, einen neuen, spielerisch gestalteten Gedächtnistest für Smartphone und Tablet.

Die NeuroNation Check-Up App erfasst in etwa 30 Minuten vier Kernbereiche der geistigen Leistungsfähigkeit: Gedächtnis, Aufmerksamkeit, schlussfolgerndes Denken und Verarbeitungsgeschwindigkeit.

Die NeuroNation Check-Up App ist ein wissenschaftliches Forschungswerkzeug für eine erste Einschätzung (Screening) und kein Medizinprodukt. Die App stellt keine medizinische Diagnose. Langfristig soll aus der NeuroNation Check-Up App ein Test entstehen, der Veränderungen der geistigen Fähigkeiten früher erkennt und zugänglicher macht.

Warum sucht die Forschung gezielt gesunde Menschen?

Bei Ihnen wurden keine Gedächtnisprobleme diagnostiziert? Dann können Sie einen besonders wertvollen Beitrag leisten. Ein Test kann Auffälligkeiten nur erkennen, wenn bekannt ist, was „normal“ ist – ähnlich wie eine Waage, die zunächst geeicht werden muss. Je mehr gesunde Menschen unterschiedlichen Alters teilnehmen, desto genauer kann der NeuroNation Check-Up später zwischen normaler Vergesslichkeit und Veränderungen unterscheiden, die eine ärztliche Abklärung rechtfertigen.

Die Teilnahme dauert etwa 30 Minuten und erfolgt in drei Schritten:

  1. App herunterladen: Laden Sie die NeuroNation Check-Up App kostenlos im App Store oder bei Google Play herunter.
  2. Test durchführen: Wählen Sie einen ruhigen Moment zu Hause und absolvieren Sie das etwa 30-minütige Screening.
  3. Dankeschön erhalten: Nach Abschluss des Screenings wird Ihnen ein Monat NeuroNation Premium freigeschaltet – ohne Kreditkarte und ohne Abo.

Auf Wunsch können Sie den Test nach vier Wochen ein zweites Mal durchführen. Die freiwillige zweite Testrunde zeigt, ob die NeuroNation Check-Up App bei Wiederholung verlässlich übereinstimmende Ergebnisse liefert.

Im App Store herunterladen Bei Google Play herunterladen

Kennen Sie Menschen, für die diese Studie interessant sein könnte – etwa Ihre Eltern oder Freunde? Wir freuen uns, wenn Sie diesen Artikel weitergeben. Jede Teilnahme ist ein wertvoller Beitrag zur Forschung.

Häufig gestellte Fragen

⏰Wie lange dauert der Gedächtnistest in der NeuroNation Check-Up App?

Der Gedächtnistest in der NeuroNation Check-Up App dauert etwa 30 Minuten. In dieser Zeit bearbeiten Sie mehrere kurze Aufgaben zu Gedächtnis, Aufmerksamkeit, schlussfolgerndem Denken und Verarbeitungsgeschwindigkeit. Wir empfehlen, eine ruhige halbe Stunde einzuplanen, in der Sie ungestört sind. Den Test führen Sie bequem zu Hause auf Ihrem eigenen Smartphone oder Tablet durch. Auf Wunsch können Sie ihn nach vier Wochen ein zweites Mal absolvieren. Diese zweite Runde ist freiwillig und hilft der Studie, die Genauigkeit der App zu verbessern.

📖Muss ich mich auf einen Gedächtnistest vorbereiten?

Nein, für einen Gedächtnistest müssen Sie nichts lernen oder üben. Hilfreich ist lediglich, dass Sie ausgeruht sind und Ablenkungen vermeiden: Stellen Sie Ihr Smartphone am besten auf „Nicht stören“ und suchen Sie sich einen ruhigen Platz. Falls Sie im Alltag eine Brille oder ein Hörgerät nutzen, halten Sie diese bitte bereit. Beim NeuroNation Check-Up gibt es kein Bestehen oder Nichtbestehen – jede Teilnahme liefert der Forschung wertvolle Daten.

🧐Ist der NeuroNation Check-Up ein Demenztest?

Nein, der NeuroNation Check-Up ist kein Demenztest und stellt keine Diagnose. Die NeuroNation Check-Up App wird derzeit in einer Studie mit dem Universitätsklinikum Jena, der Charité Berlin und der Uniklinik Köln erprobt. Ziel der Studie ist ein Test, mit dem Ärztinnen und Ärzte Veränderungen der Denkleistung künftig früher erkennen können. Dafür werden insbesondere auch gesunde Menschen benötigt, deren Ergebnisse als Vergleich dienen. Wenn Sie sich Sorgen um Ihr Gedächtnis machen, ist Ihre Hausarztpraxis die richtige erste Anlaufstelle.

💶Was kostet die Teilnahme?

Die Teilnahme am NeuroNation Check-Up ist vollständig kostenlos. Sie laden die App gratis im App Store oder bei Google Play herunter und absolvieren den Test ohne Kreditkarte und ohne Abo. Als Dank für Ihre Zeit erhalten Sie zusätzlich einen Monat NeuroNation Premium. Damit können Sie einen Monat lang alle Übungen des NeuroNation Gedächtnistrainings kostenlos nutzen. Der Premium-Monat endet automatisch, eine Kündigung ist also nicht erforderlich. Auch die optionale zweite Testrunde nach vier Wochen ist kostenlos.

🧠Was versteht man unter kognitiven Fähigkeiten?

Kognitive Fähigkeiten umfassen alles, was Ihr Gehirn beim Denken leistet. „Kognitiv“ bedeutet schlicht „das Denken betreffend“. Gemeint sind die geistigen Prozesse, mit denen wir Informationen aufnehmen, verarbeiten, speichern, abrufen und anwenden – den ganzen Tag über und meist ganz unbemerkt. Im Alltag sind dabei unterschiedliche Fähigkeiten gefragt: Das Gedächtnis hilft uns, Informationen zu behalten, etwa den Namen einer neuen Nachbarin. Dank der Aufmerksamkeit können wir uns konzentrieren und Ablenkungen ausblenden, zum Beispiel beim Lesen, während der Fernseher läuft. Schlussfolgerndes Denken benötigen wir zum Planen und Problemlösen, etwa wenn wir für Gäste kochen. Und die Verarbeitungsgeschwindigkeit bestimmt, wie schnell wir auf Reize reagieren, beispielsweise beim rechtzeitigen Bremsen im Straßenverkehr.

Quellen

[1] Lowe, C. J., Safati, A., & Hall, P. A. (2017). The neurocognitive consequences of sleep restriction: A meta-analytic review. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 80, 586–604. https://doi.org/10.1016/j.neubiorev.2017.07.010

[2] Kusoro, O., Roche, M., Del-Pino-Casado, R., Leung, P., & Orgeta, V. (2025). Time to diagnosis in dementia: A systematic review with meta-analysis. International Journal of Geriatric Psychiatry, e70129. https://doi.org/10.1002/gps.70129

[3] Harada, C. N., Natelson Love, M. C., & Triebel, K. L. (2013). Normal cognitive aging. Clinics in Geriatric Medicine, 29(4), 737–752. https://doi.org/10.1016/j.cger.2013.07.002

[4] Alzheimer’s Association. (o. J.). 10 early signs and symptoms of Alzheimer’s and dementia. https://www.alz.org/alzheimers-dementia/10_signs

[5] Brodaty, H., Chau, T., Heffernan, M., et al. (2025). An online multidomain lifestyle intervention to prevent cognitive decline in at-risk older adults: a randomized controlled trial. Nature Medicine, 31(2), 565–573.

[6] Baker, L. D., Espeland, M. A., Whitmer, R. A., et al. (2025). Structured vs self-guided multidomain lifestyle interventions for global cognitive function: the US POINTER randomized clinical trial. JAMA, 334(8), 681–691.

[7] Rosenberg, A., Mangialasche, F., Ngandu, T., Solomon, A., & Kivipelto, M. (2020). Multidomain interventions to prevent cognitive impairment, Alzheimer’s disease, and dementia: from FINGER to world-wide FINGERS. The Journal of Prevention of Alzheimer’s Disease, 7(1), 29–36.